Herren-Kleiderordnung für Hochzeiten

Schwarzer oder blauer Anzug? Smoking oder doch Chinos mit Blazer?
Wenn Sie zu einer Hochzeit mit Kleiderordnung eingeladen sind, gibt es einige Punkte, die Sie bei der Wahl Ihres Outfits unbedingt beachten sollten.

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Kleiderordnungen für Hochzeiten: So kleiden Sie sich richtig als Mann

  • Casual / Semi-Formal: Die lockerste Form des Hochzeitsoutfits – wählen Sie Chinos und einen Blazer.

  • Elegant und sommerlich: Sie haben hier viel Freiheit bei der Wahl Ihres Outfits; ein Leinenanzug ist perfekt.

  • Anzug: Der Anzug darf gern schwarz, blau oder grau sein, aber Hemd und Accessoires können etwas auffälliger gewählt werden.

  • Dunkler Anzug: Ein klassischer schwarzer oder marineblauer Anzug gehört zu dieser Kleiderordnung – schlicht und stilvoll.

  • Smoking oder Black Tie: Hier gilt, was auf der Einladung steht – ein vollständiger Smoking ist Pflicht.

  • Frack oder White Tie: Die formellsten Kleiderordnungen – greifen Sie zum Frack.

Nach fast 20 Jahren bei Dressmann verfügt Design Manager Hege Næss Gundersen über umfassende Kenntnisse zu Kleiderordnungen – sowohl für formelle als auch für weniger formelle Anlässe.

„Ich liebe es, kreativ arbeiten zu können, damit unsere Kunden mit den von uns gefertigten Kleidungsstücken ihren eigenen Stil für alle Anlässe im Leben zusammenstellen können. Außerdem ist es wichtig zu erwähnen, dass wir Kleidung entwerfen, die auf Langlebigkeit ausgelegt ist – sowohl im Design als auch in der Qualität“, erklärt die Designerin.

Wir haben mit ihr über die verschiedenen Kleiderordnungen für Hochzeiten gesprochen und darüber, wie Sie sich passend dazu kleiden sollten.

Drei Regeln, die unabhängig von der Kleiderordnung gelten

„Denken Sie daran: Es ist der Tag des Brautpaares – versuchen Sie nicht, sie zu übertreffen“, betont Hege.

  1. Vermeiden Sie daher sehr kräftige Farben und ein formelleres Outfit als das des Bräutigams.

  2. Tragen Sie kein Weiß, es sei denn, dies ist ausdrücklich in der Einladung vermerkt.

  3. Berücksichtigen Sie den Ort und die Umgebung der Hochzeit und passen Sie Ihr Outfit entsprechend an.

„Prüfen Sie die Einladung: Findet die Hochzeit drinnen oder draußen statt? Kleiden Sie sich entsprechend! Und denken Sie daran, dass die Wettervorhersage nicht immer zuverlässig ist – nehmen Sie daher immer einen Regenschirm mit. Dieser sollte schwarz oder in einer neutralen, ungemusterten Farbe sein“, ergänzt die Designerin.

Tipp: Sie wirken deutlich eleganter, wenn Ihr Anzug perfekt sitzt und an Ihre Körperform angepasst ist.

Kleiderordnung: Casual oder Semi-Formal

„Casual“ ist die lockerste Kleiderordnung für Hochzeitsgäste – dennoch sollten Sie gepflegt erscheinen. Hier können Sie beispielsweise eine elegante Chinohose mit einem Blazer kombinieren; viele verzichten bei dieser Kleiderordnung auf die Krawatte“, erklärt die Designerin und ergänzt:
„Achten Sie darauf, den Gürtel auf die Schuhe abzustimmen! Braun zu Braun und Schwarz zu Schwarz.“

Kleiderordnung: Elegant und sommerlich festlich

Sie haben relativ viel Freiheit bei der Wahl Ihres Outfits – dennoch sollte es formell bleiben. Berücksichtigen Sie dabei unbedingt den Ort der Hochzeit.

„Viele Paare heiraten in wärmeren Regionen oder wenn der Sommer seinen Höhepunkt erreicht. Dann ist ein Leinenanzug die perfekte Wahl. Er ist bequem und verleiht Ihnen als Gast einen gepflegten Look“, erklärt Hege und ergänzt:

„Weitere Optionen für ein sommerlich festliches Outfit sind ein mittelblauer oder ein hellgrauer Anzug. Runden Sie das Outfit gern mit einem eleganten Einstecktuch ab, um einen stimmigen Gesamteindruck zu erzielen.“

Tipp: Vermeiden Sie ein hellblaues Hemd an heißen Sommertagen – es kann schnell zeigen, dass Sie ins Schwitzen geraten. Ein weißes Hemd ist die bessere Alternative.

Kleiderordnung: Anzug

Wenn die Einladung nur „Anzug“ vorgibt, haben Sie etwas mehr Spielraum, um Ihr Outfit individuell zu gestalten. Der Anzug darf gern schwarz, blau oder grau sein, aber Hemd und Accessoires können farblich etwas auffälliger gewählt werden. Für eine Sommerhochzeit ist auch ein heller, beigefarbener Anzug eine elegante und angenehm kühle Alternative, erklärt Hege und ergänzt:

„Zu dieser Kleiderordnung müssen Sie keine Krawatte tragen. Mit eleganten braunen Schuhen und einem passenden Gürtel wirken Sie dennoch stilvoll – auch ohne Krawatte!“

Tipp: Ersetzen Sie die Krawatte durch ein schönes Halstuch, das locker um den Hals gebunden wird!

Kleiderordnung: Dunkler Anzug

Vielleicht die gängigste Kleiderordnung für Hochzeiten: Eine klassische schwarze oder marineblaue Kombination aus Anzugsakko und Hose – gelegentlich ergänzt durch eine Weste – ist hier die richtige Wahl, schlicht und elegant.

Beim Zubehör sollten Sie auf eine Krawatte oder Fliege, ein Einstecktuch, ein weißes Hemd und formelle Lederschuhe setzen. Hege empfiehlt:

„Lassen Sie Krawatte und Einstecktuch harmonieren, indem Sie die Farbe der Krawatte im Muster des Einstecktuchs aufgreifen.“

Kleskode: Smoking eller Black Tie

Wenn die Einladung „Smoking“ oder „Black Tie“ vorgibt, bedeutet das in der Regel, dass das Brautpaar sich eine besonders formelle Hochzeit wünscht, erklärt Hege. In diesem Fall sollten Sie sich selbstverständlich an die Vorgabe halten und einen Smoking tragen. Das passende Zubehör? Eine weiße Smoking-Hemd, schwarze Lackschuhe, Weste oder Hosenträger und eine schwarze Fliege – daher der Begriff „Black Tie“. Und vergessen Sie nicht die Manschettenknöpfe!

„Falls Sie keinen Smoking besitzen, können Sie auch einen schwarzen, dunkelgrauen oder dunkelblauen Anzug wählen. Kombinieren Sie ihn mit einem weißen Hemd, einer dunklen Fliege und schwarzen Schuhen – so wirkt Ihr Outfit fast wie ein klassischer Smoking“, ergänzt Hege.

Kleiderordnung: Frack oder White Tie

Die absolut formellste Kleiderordnung, so die Designerin: Steht dies auf der Einladung, ist ein Frack Pflicht. Dazu gehören eine schwarze Jacke mit passender Hose, ein weißes Hemd mit Brustpartie, Manschettenknöpfe, weiße Fliege, schwarze oder weiße Weste und schwarze Lackschuhe, erklärt sie und fügt hinzu:

„Hier gibt es leider keine Ausnahmen.“